Beiträge getagged mit Alpen
viele Lawinenunfälle
Der Deutsche Alpenverein (DAV) berichtete am Dienstag in München, dass es in der letzten Saison einen traurigen Rekord an Lawinenunfällen gegeben habe. Nach Angaben unterschiedlichster Institutionen der Alpenländern starben 147 Menschen in Folgen von Lawinenabgängen. Damit lagen die Lawinenunfälle in allen Alpenländern ausser in Deutschland über dem Durchschnitt.
Chris Semmel von der DAV-Sicherheitsforschung benannte als Grund die vergleichsweise geringen Schneemengen in Verbindung mit Wind und langen Schönwetterperioden. Wenig Neuschnee auf den darunter liegend nassen Schichten erhöhe die Gefahr von Lawinenabgängen. So gab es besonders in Italien während dieser Saison überdurchschnittlich viele Todesopfer, da sich hier der Schnee gefährlich aufgebaut habe. Insgesamt kamen in Italien 45 Menschen ums Leben, darunter auch viele Helfer, die nach vermissten Touristen gesucht haben. Bis Ende Mai sind noch Touren im Hochgebirge und auf den Gletschern möglich. Diese Touren sind jedoch gefährlicher als sonst, da die anhaltende Erwärmung den Schnee feucht und schwer macht und in seiner Stabilität beeinflusst. Für solche Touren im Frühling wird strengstens eine gute Ausrüstung und Erfahrung empfohlen, da im Notfall die Rettung oft zu spät kommt. Denn bereits nach 15 Minuten unter einer Schneedecke sinkt die Überlebenschance auf 60 Prozent.
Grund zur Sorge gibt es laut dem Deutschen Alpenverein jedoch keinen, da die Anzahl der Wintersportler die außerhalb der markierten Pisten unterwegs sind deutlich zugenommen hat und daher die Unglückszahlen relativieren. Einer Berechnung zufolge liegt das Todesfallrisiko im Wintersport bei 0,51 pro einer Million Stunden. Beim Schwimmen an Gewässern liegt dieser Wert deutlich höher, nämlich bei 1,07. Zusätzliche Informationen sind unter spiegel.de zu finden.
Freie Fahrt auf den Alpenpässen
Im Winter werden aus Sicherheitsgründen viele Alpenpässe gesperrt und sind für Autofahrer nicht mehr passierbar. Ende April waren von 200 Passstraßen noch 39 gesshlossen. Jetzt im Frühling werden diese wieder für den Reiseverkehr geöffnet. Der ADAC hat eine Übersicht veröffentlicht, wann welche Wintersperren aufgehoben werden sollen. Diese sollen bis spätestens Mitte Mai je nach Wetterlage wieder frei passierbar sein. Bis zum 01. Mai sollen die Großglockner-Hochalpenstraße und die Nockalmstraße in Kärnten für die Sommersaison geöffnet werden. Ebenfalls nicht mehr lange geschlossen sein sollen der Oberalppass, der Flüelapass und der Splügenpass in der Schweiz. Hier liegen die Öffnungstermine zwischen dem 30.04 und dem 07. Mai. Das Timmelsjoch sowie der Gaviapass in Italien weren voraussichtich erst Ende Mai oder Anfang Juni geöffnet werden. Noch später öffnen die Straßen auf dem berühmten Col du Galibier und dem Col de l`Iseran in Frankreich, da diese Straßen noch höher liegen als die eben benannten.
Deutsche Alpen mit niedrigsten Urlaubspreisen
Einem neuen Test des ADAC zufolge sind die Preise für einen Wintersporturlaub in den Alpen auf der deutschen Seite am günstigsten. Die alpinen Top-Skigebiete in Italien, Frankreich, Österreich und der Schweiz waren in keiner der beiden getesteten Kategorien billiger. Der Autoclub hatte in den 50 beliebtesten Wintersportorten der Alpenregion die Preise für einen Skiurlaub vom 13. bis 20. Februar 2010 herausgesucht und verglichen.
Die Gewinner in der Kategorie Hotel sind Oberstaufen im Allgäu und Lenggries in Oberbayern. Die beiden teuersten getesteten Wintersportgebiete liegen hingegen in Frankreich (L´Alpe d´Huez) und der Schweiz (Gstaad). Spitzenreiter in der Kategorie Ferienwohnungen ist ebenfalls das deutsche Allgäu. Diesmal lag aber Bolsterlang auf dem niedrigsten Preisniveau, Lenggries folgt auf dem zweiten Rang. Frankreich (wieder mit L´Alpe d´Huez) und die Schweiz (Zermatt im Wallis) bildeten erneut die Schlusslichter.
Auch im Ländervergleich ist Deutschland der Gewinner. Der Durchschnittspreis für einen Hotelaufenthalt betrug 929 Euro und 933 Euro für den Aufenthalt in einer Ferienwohnung. An zweiter und dritter Stelle folgen Italien und Österreich. In Frankreich und der Schweiz bezahlten die Tester für den billigsten Skiort fast so viel wie in den teuersten deutschen Alpenregionen.
Das Fazit des ADAC: “Wer sparen will, bleibt im Lande.” Die Experten fügen aber hinzu, dass der Preis von der Größe des Wintersportgebietes abhängt. Je vielfältiger das Angebot und größer das Skigebiet, desto teurer die Preise.