Winterspass im Berchtesgadener Land
Für diejenigen die dem Ski- oder Snowboard fahren nichts abgewinnen können, hält das Berchtesgadener Land viele andere Winterspass-Ideen bereit. Durch die anhaltend kalten Temperaturen ist zum Beispiel der Königssee komplett zugefroren und lädt zum Schlittschuh fahren ein. Aber auch ohne Kufen können Fußgänger langsam über den spazieren und den herrlichen Panoramablick auf die steilen Felsen und die St. Bartholomä Kirche auskosten.
Mit dicken Wolldecken bestückt starten noch bis Ende Februar Pferdeschlitten an der Infostelle des Nationalparks Hintersee zu einer 30-minütige Tour mit Wildfütterung. Alternativ erläuft man die Strecke oder schnallt sich Schneeschuhe an. Weitere Wandertouren werden unter anderem vom Parkplatz Hinterbrand in Berchtesgarden aus organisiert. Ziel der Reise ist der Brandkopf und dessen atemberaubender Ausblick auf den Watzmann und den Königssee.
Für Rodelfans wartet das Berchtesgadener Land gleich mit zwölf Naturrodelbahnen auf. Die längste Bahn führt mit 6,3 Kilometer Kührointalm ins Tal. Am Hirscheck rodelt man mit einer Höhendifferenz von 360 Meter 3,3 Kilometer lang nach unten. Eine Sesselbahn erspart den Aufstieg. Das Gasthof Vorderbrand in Schönau hat die hauseigene Strecke sogar eine Lichtschranke und Zeitmessung.
Hat man genügend frische Luft geschnappt, geht zum Aufwärmen in eine der vielen gemütlichen Hütten im Berchtesgardener Land ein. Tipp: Süße Dessertspezialitäten gibt es beim so genannten “Winterbeutelbaron”, das Alpengasthaus Grafhöhe an der Scharitzkehlstraße über Berchtesgaden. Gäste können hier aus vielen verschiedenen Windbeutel-Varianten wählen.
Mehr Infos: www.berchtesgadener-land.de
Deutsche Alpen mit niedrigsten Urlaubspreisen
Einem neuen Test des ADAC zufolge sind die Preise für einen Wintersporturlaub in den Alpen auf der deutschen Seite am günstigsten. Die alpinen Top-Skigebiete in Italien, Frankreich, Österreich und der Schweiz waren in keiner der beiden getesteten Kategorien billiger. Der Autoclub hatte in den 50 beliebtesten Wintersportorten der Alpenregion die Preise für einen Skiurlaub vom 13. bis 20. Februar 2010 herausgesucht und verglichen.
Die Gewinner in der Kategorie Hotel sind Oberstaufen im Allgäu und Lenggries in Oberbayern. Die beiden teuersten getesteten Wintersportgebiete liegen hingegen in Frankreich (L´Alpe d´Huez) und der Schweiz (Gstaad). Spitzenreiter in der Kategorie Ferienwohnungen ist ebenfalls das deutsche Allgäu. Diesmal lag aber Bolsterlang auf dem niedrigsten Preisniveau, Lenggries folgt auf dem zweiten Rang. Frankreich (wieder mit L´Alpe d´Huez) und die Schweiz (Zermatt im Wallis) bildeten erneut die Schlusslichter.
Auch im Ländervergleich ist Deutschland der Gewinner. Der Durchschnittspreis für einen Hotelaufenthalt betrug 929 Euro und 933 Euro für den Aufenthalt in einer Ferienwohnung. An zweiter und dritter Stelle folgen Italien und Österreich. In Frankreich und der Schweiz bezahlten die Tester für den billigsten Skiort fast so viel wie in den teuersten deutschen Alpenregionen.
Das Fazit des ADAC: “Wer sparen will, bleibt im Lande.” Die Experten fügen aber hinzu, dass der Preis von der Größe des Wintersportgebietes abhängt. Je vielfältiger das Angebot und größer das Skigebiet, desto teurer die Preise.
Skihelme im Test
Der ADAC hat 15 Skihelme für Erwachsene getestet und kommt zu dem Ergebnis, dass preiswert nicht immer schlecht sein muss. Unter den zehn mit “gut” bewerteten Modellen befindet sich ein 40-Euro-Exemplar (”Kronos” von Walser), die neun anderen gibt es ab etwa 100 Euro. Vier Mal gab es das Testurteil “befriedigend”. Negativ aufgefallen ist der “Dainese Air Soft”.
Die Experten raten, sich bei der Helmsuche Zeit zu nehmen. Ein gutes Modell darf nicht zu locker, aber auch nicht zu eng sitzen. Außerdem sollte er nicht zu schwer sein. Immer die eigene Skibrille mitnehmen um zu testen, ob diese mit dem ausgesuchten Produkt nicht drückt. Der ADAC weist auch daraufhin, dass nur geprüfte Skihelme mit dem Kennzeichen CE EN 1077 versehen sind. Nach fünf Jahren oder wenn bereits Schäden am Helm zu finden sind, sollten er ausgetauscht werden.
Skigebiete in Deutschland
Für den großen Winterspass muss man nicht immer nach Österreich oder in die Schweiz. Deutschland hat zwar vergleichweise wenig Anteil an den Alpen, aber auch die Skigebiete in den Mittelgebirgslagen sind gerade in diesem schneereichen Winter eine super Alternative. Vor allem Wintersportbegeisterte aus dem Norden des Landes können davon profitieren und die Anfahrtswege reduzieren.
Einen gute Übersicht über alle Skigebiete in Deutschland plus Infos zu den Liftanlagen, Pisten-Schwierigkeitsgraden und Betriebszeiten sowie Tipps zu Unterkünften stellt bergfex.de bereit. Mit Skigebietsfinder lassen sich bequem und schnell die den eigenen Ansprüchen gerecht werdenden Skigebiete suchen. Webcams zeigen die aktuelle Schnee- und Wetterlage vor Ort.
Einen weiteren Ski-Guide hat auch der ADAC online gestellt. Dieser konzentriert sich bei den Ski-Gebieten in Deutschland vorrangig auf Oberbayern und das Allgäu. Auch hier werden Pisten- und Liftinfos gegeben. Der SnowFinder gibt Auskunft über Schneehöhen und Wetter.
Beim DSV Ski-Atlas kann man sich nach verschiedenen Kriterien (u.a. Schneesicherheit oder Können) Ranglisten von den deutschen Skigebieten erstellen lassen.
Familien-Spass im Kleinwalsertal
Das österreichische Kleinwalsertal ist ein ideales Ziel für Familien und bietet mit seinen zahlreichen Skigebieten Wintervergnügen ohne Ende. Und es ist sogar eine geographische Besonderheit. Mit dem Auto kommt man nur vom deutschen Oberstdorf aus dorthin, doch es gehört zum österreichischen Bundesland Vorarlberg.
Lange Tal-Abfahrten ermöglicht das Zwei-Länder-Skigebiet Fellhorn/Kanzelwand. Auf den 120 Pisten-Kilometern gibt es Hänge in allen Schwierigkeitsgraden. 47 Berbahnen- und Lifte bringen die Sportler bis auf 2224 m Höhe. Für Familien bietet sich das Parsenngebiet bei Riezlern mit seinen sanften Abfahrten an. Auch die Pisten am Ifen sind dieal für Einsteiger. Anspruchsvoller wird es schon am Walmendinger Horn. Das Kanzelwand-Gebiet ist besonders abwechslungsreich. Der Funpark am Fellhorn und der “Crystal Ground Snowpark” in Riezlern sind ein Erlebnis für Anfänger und Profis gleichermaßen. Unabhängig vom Ort der Unterkunft (z.B. Riezlern, Hirschegg, Mittelberg oder Baad), mit dem “Walserbus” kommen Urlauber zu allen Hängen. Für Inhaber der Gästekarte “Allgäu-Walser-Card” ist er sogar kostenlos.
50 Kilometer bestens markierte und gut geräumte Wanderwege hat das Kleinwalsertal für diejenigen zu bieten, die mal eine Auszeit vom Skisport brauchen. Besonders zu empfehlen ist der Winterwanderweg an der Bergstation der Hahnenköpflebahn. Skilangläufern stehen 45km Loipen zur Verfügung. Rodelspaß gibt es auf fünf Bahnen im Kleinwalsertal. Der Rodellift Egg zieht die Schlitten sogar samt Besatzung wieder nach oben.
Weitere Infos:
Winterurlaub im Gasteinertal
Ski-Vergnügen, Thermalbäder und Bergbauernromantik- das Gasteinertal im Salzburger Land (Österreich) bietet den idealen Mix für einen perfekten Winterurlaub.
In Dorfgastein, am Eingang des 35km langen Tals, dominieren rustikale Häuser und Höfe das Straßenbild. Im anliegenden Skigebiet gibt es kindergerechte Pisten. Als besonderes Abenteuer gilt die Lama-Trekkingtour. Für nur 8 Euro (Erwachsene, Kinder: 4 Euro) geht es mit kundigen Führern zur Riedl-Alm, wo ein uriges Büfett wartet. Im benachbarten Skizentrum Angertal bringen vier überdachte Zauberteppiche und ein Lift kleine Skianfänger zum Übungsgipfel- ein echtes Erlebnis für Kinder. Bei strahlendem Sonnenschein lohnt sich eine Wanderung auf Schneeschuhen.
An der breitesten und sonnigsten Stelle des Gasteinertals liegt Bad Hofgastein. Ski- und Snowboardfahrer können die Schlossalm hinuntersausen. Der 2250m hohe Stubnerkogel ist nur etwas für Schwindelfreie. Eine 140m lange Hängebrücke verbindet die Terrasse des Bergrestaurants mit dem Gratrundwanderweg . Hat man erstmal genug vom Wintersport, kann man in der Fußgängerzone von Bad Hofgastein bummeln gehen oder in der Alpen-Therme entspannen.
Bad Gastein ist aufgrund der frischen Bergluft und 17 heißen Quellen besonders bei Senioren beliebt. Das Wasser sprudelt in die Gasteiner Thermen und sogar in die Hotelpools. Gesund ist auch der Heilstollen in Böckstein. Die Luft ist mit natürlichen Radon angereichert und hilft gegen rheumatische Beschwerden.
Im Gasteinertal gibt es vier Rodelbahnen. Die in Bad Gastein ist die romantische. Ein nostalgischer Einer-Sessellift bringt Rodler hinauf zur Bellevuealm-Hütte, in der man vor der Abfahrt noch einen warmen Jagatee schlürft.
Weitere Infos:
Keine Geld-zurück-Garantie bei Schneemangel im Urlaubsgebiet
Laut den Urteilen des Amtsgericht München und des Landesgericht Frankfurt müssen Reiseveranstalter nicht Geld zurückzahlen, wenn die Pisten im Reisezeitraum schneefrei geblieben sind. Solang nicht mit der Schneesicherheit des Urlaubortes geworben wurde, gelten die grünen Abhänge als “allgemeines Lebensrisiko” und können nicht als Reisemängel bei Veranstalter eingeklagt werden. Dasselbe gilt, wenn die Pisten aufgrund zu starkem Schneeaufkommens nicht befahrbar sind. Nur in Ausnahmefällen können geplante Winterreisen ohne zusätzliche Kosten storniert werden. Dazu gehören Ereignisse “von höherer Gewalt”, z.B. Lawinengefahr der Stufe 5.
Anspruch auf Schadenersatz hat man außerdem, wenn bestimmte, im Katalog gepriesene Einrichtungen nicht da oder defekt sind. Das gilt z.B. wenn ein bestimmte Skischule nicht zu finden ist oder ein benannter Skilift nicht funktioniert. Auch wenn versprochene Ermäßigungen aus Ausleihe und Lift nicht existieren, kann beim Reiseveranstalter Beschwerde eingereicht werden. Generell gilt: der Rechtsschutz einer Pauschalreise ist besser als der einer Individualreise.
Skigebiete rund um München – Halbtagesausflüge
1. Lenggries: Brauneck
Ca. 60 Kilometer von München entfernt, gehört das Brauneck zu den beliebtesten Münchner Skigebieten. Oft scheint in den Mulden unter dem Latschenkopf die Sonne. An den Wochenenden ist es meist voll und es muss mit längeren Wartezeiten an den Liften gerechnet werde. Am Abend kann man in einer der gemütlichen Skihütten und Almen einkehren und den Tag bei einem deftigen Essen ausklingen lassen.
2. Spitzingsee
Rund 66 Kilometer fährt man von München bis zum Spitzingsee – nach dem Brauneck eines der beliebtesten Wintersportreviere der Münchner. Auch hier kann es deshalb an sonnigen Wochenenden sehr überfüllt sein. Am besten man kommt erst etwas später, nach dem Mittag, wenn einige Frühaufsteher schon wieder auf dem Heimweg sind. Egal ob auf der Piste, auf der Rodelbahn, bei einer Skitour oder auf dem Winterwanderweg – im Bereich Wintersport ist hier für jeden etwas dabei.
3. Bayrischzell: Wendelstein und Sudelfeld
Unwesentlich länger als zum Spitzingsee ist die Anfahrt nach Bayrischzell zu den beiden Skigebieten am Wendelstein und am Sudelfeld. Die Almwiesen des Sudelfelds sind ein Klassiker. Vor allem an Wochenenden pilgern Rosenheimer und Münchner Skifahrer zu den Skiwiesen. Am benachbarten Wendelstein herrscht dann mehr Ruhe. Zwei Schlepplifte erschließen die sonnige Mulde der Wendelsteiner Alm südlich unter dem Gipfel und bei ausreichender Schneelage ist die fünf Kilometer lange Talabfahrt nach Osterhofen ein guter Tipp.
Kreuzfahrt: Silvester in Skandinavien
Am 30.12.2009 startet die “Color Fantasy”, das Luxusschiff der Color Line Cruises, von Kiel ihre Silvesterreise nach Skandinavien. Entlang der dänischen und schwedischen Küste fährt sie nach Oslo. Dick eingepackt kann man auch bei eisigen Temperaturen einen atemberaubenden Blick auf Strände und Städte vom Sonnendeck aus werfen. Wer lieber im Warmen bleibt, lässt im Wellnessbereich Körper und Geist verwöhnen. In Oslo angekommen, werden Ausflüge in die Hauptstadt oder in die Natur Norwegens angeboten. Zurück an Bord laufen dann die Vorbereitungen für die Silvesternacht auf Hochtouren. Ein köstliches Festessen, Live-Musik und Tanz unterhalten die Gäste bis zum eigentlichen Höhepunkt: Das unglaublich beeindruckende und sich im Wasser spiegelnde Feuerwerk der Hafenstadt Oslo. Auf dem Schiff hat man die beste Aussicht. Am Neujahrtag geht es dann erst nachmittags zurück nach Kiel, vorher kann man nochmal durch die Altstadt von Oslo schlendern.
Angebote ab 736 Euro (inkl. Frühstück, Abendessen und Gretränke). www.colorline.de
Ein Spass für die ganze Familie – Die schönsten Rodelstrecken
Der ultimative Winterspass für die ganze Familie ist es mit dem Schlitten Richtung Tal zu sausen. In den Wintersportgebieten Deutschlands, Österreichs, der Schweiz und Italiens gibt es dazu spezielle Rodelstrecken. Hier eine Übersicht:
Italien:
- In Weißenbach kann man von der Marxegger, Innerhofer und Pircher Alm 3,5 km in Richtung Tal gleiten. Leihschlitten kosten 5 Euro.
Schweiz:
- Für 21,50 Euro (Tagesticket Bahn/Lift) fährt man mit der Rhätischen Bahn hinauf von Bergün nach Preda und rodelt die 6 km lange Rodelstrecke zurück. Einen Schlitten kann man für 7,50 Euro ausleihen.
Österreich:
- Die 1,5 km lange Rodelbahn Oberwestegg im Kleinwalsertal führt vom “Bergstüble” nach Schwand. Zu Fuß läuft man vom Ort Riezeln 40 Minuten zum Start. Den Leihschlitten gibt es schon für 2 Euro.
- Die längste Naturrodelbahn des Zillertales (Länge: 7km) ist in Hainzenberg zu Hause. Ein Leihschlitten kostet 4,50 Euro.
Deutschland:
- 6,7 km ins Tal saust man bei Rottach-Egern vom Wallberg aus. Bergauf geht es für 9 Euro mit der Gondel (Leihschlitten: 5 Euro/Tag).
- Die längste Rodelbahn in der südwestdeutschen Urlaubsregion liegt in Bernau (Schwarzwald). Von der Krunkelbach-Hütte gleitet man 3,5 km nach Hof. Ein Pistenbully-Taxi bringt die Rodler von der Talstation des Hocheck-Liftes (Kosten: 9 Euro inklusive Leihschlitten).
- Die Rodelstrecke des erzgebirgischen Städtchen Altenberg ist 110 m lang. Hoch geht es mit dem Förderband. 15 Fahrten kosten 4 Euro, der Leihschlitten 4 Euro.